Schlank durch überwiegend basische Ernährung?

Unsere heutige konventionelle Ernährung besteht zu großen Teilen aus säurebildenden Bestandteilen. Ob Weizen, Fleisch oder Zucker, Milchprodukte und Eier, sie alle übersäuern unseren Körper. Auch Geschmacksverstärker, Stabilisatoren und Konservierungsstoffe reagieren säurebildend. Getränke wie Cola, Limonaden und Alkohol bilden ebenfalls Säure in unserem Körper.

Das klingt so ungesund wie es letztendlich ist.

Unser Körper hat zwar einige Methoden entwickelt um den Säure-Basen-Haushalt in Balance zu halten damit wir gesund bleiben. Trotzdem, eine andauernde Übersäuerung führt früher oder später zu Krankheiten, da die Belastung unseres Körpers begrenzt ist.

Was genau passiert bei Übersäuerung?

Unser Körper zerlegt alle aufgenommene Nahrung in die einzelnen Bestandteile und verteilt diese an die benötigten Stellen. Verwertbares wird verteilt, eventuell später Brauchbares wird eingelagert und Unbrauchbares wird ausgeschieden. Dieser Vorgang ist uns als Stoffwechsel bekannt.

Um den pH-Wert (Säure-Basen-Haushalt) in unseren Körper in Balance zu halten, verwendet er bei übermäßig säurebildender Ernährung körpereigene basische Reserven oder auch Mineralstoffe wie Calcium, Kalium und Magnesium zum Ausgleich. Sollten nicht genügend basische Puffer und Mineralstoffe zur Verfügung stehen, führt das zu Mineralstoffmangel, der sich mitunter in Form von brüchigen Fingernägeln, Haarausfall, aber auch Krampfadern und Osteoporose etc. bemerkbar macht.

Darüber hinaus lagert unser Körper die Säuren in Fettzellen ein. Fett eignet sich ideal zur Einlagerung von Säuren. Und spätestens hier wird unsere „falsche“ Ernährungsweise unangenehm sichtbar.

Warum eigentlich kann sich unser Körper nicht anpassen?

Unser Körper hat sich seit der Sesshaftigkeit der Menschheit vor vielen tausend Jahren kaum verändert. Das war nicht nötig. Unsere Essgewohnheiten haben sich erst während der letzten 50 Jahren drastisch verändert. Jahrtausende lang haben wir uns zum Großteil von Pflanzen ernährt. Nur nach einem erfolgreichen Fang gab es Fleisch. Auch mit der Haustierhaltung wurde Fleisch nicht häufiger konsumiert. Im 19. Jahrhundert haben wir etwa 15–20 kg Fleisch pro Jahr und Kopf zu uns genommen, heute sind es etwa 90 kg. Der Zuckerkonsum lag im 19 Jahrhundert bei etwa 2 kg pro Jahr und Kopf, heute bei gut 35 kg. Der Verzehr von Milchprodukten stieg von 6-10 kg jährlich im 19. Jahrhundert zu 145 kg pro Jahr und Kopf heute. Im Gegenzug ging der Konsum von Obst und Gemüse zurück.

Was sind eigentlich basische Lebensmittel?

Alle Obst- und Gemüsesorten. Außerdem mitunter Pilze, Salat, Kräuter, Gewürze wie Pfeffer, Kurkuma, Kümmel, Kurkuma, Sprossen, Kapern, Mandeln, Maroni und Walnüsse. An Getränken lediglich selbstgemachte Smoothies, Kräutertee und Wasser, jeweils ohne Zugabe von Zucker.

Wir nehmen täglich unter 400gr Obst und Gemüse zu uns, das sind etwa 125 kg pro Jahr und Kopf. Dazu kommt der einseitige Verzehr, überwiegend Äpfel, Bananen und Orangen beim Obst. Bei den Gemüsesorten sind weit abgeschlagen die Favoriten Tomaten, Karotten und Feldsalat.  Hinzu kommt die mangelhafte Qualität (zu früh geerntet, Schadstoffe, neue Züchtungen …).

Um die hohe Aufnahme von säurebildenden Lebensmitteln zu kompensieren, müssten wir mindestens 7x am Tag gesundes, nahrhaftes und unterschiedliches Obst und Gemüse essen, weniger Fleisch und Zucker essen. Manche Studien sprechend von 10x Obst und Gemüse am Tag.

Diese einfache Aufstellung zeigt bereits das Ungleichgewicht und die Belastung für unseren Körper. Lediglich der Nebeneffekt, dass wir immer dicker werden durch den Aufbau von Fettzellen, zeigt uns optisch die Disbalance. Die Gefahren für unsere Gesundheit sind viel weitreichender.

Ludwig Börne sagte sehr treffend:

„Wir haben tausend Krankheiten, aber nur eine Gesundheit.“

In diesem Sinne wünsche ich allen eine gute, ausgewogene und gesunde Ernährung.

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